Morgen wartet ein Lauf auf mich, der sich anders anfühlt als alles bisher.

25 Kilometer. 1600 Höhenmeter.

Nicht einfach nur eine Strecke, sondern irgendwie auch ein Spiegel dessen, was gerade in mir passiert.

Da ist dieser eine Teil in mir, der sofort größer denkt. Mehr Strecke, mehr Tempo, mehr Herausforderung. Dieses „Da geht noch mehr“, das mich schon so oft nach vorne gebracht hat.

Und gleichzeitig ist da ein anderer Teil. Ruhiger. Klarer. Der sagt: „Hey… das ist das erste Mal in dieser Form. Geh da rein, spür dich. Du hast Zeit.“

Und genau da beginnt für mich gerade der eigentliche Lauf.

Nicht erst morgen in den Bergen, sondern jetzt schon in meinem Kopf.

Das wird die Strecke für morgen:

Ich habe mich entschieden, langsam zu starten. Nicht aus Angst, sondern aus Vertrauen. Vertrauen in meinen Körper, in mein Gefühl und in den Prozess, den ich gerade durchlaufe.

Denn wenn ich eins in den letzten Wochen gespürt habe, dann das:

Fortschritt entsteht nicht nur durch mehr machen.
Sondern durch bewusster machen.

Die Trainings zeigen mir das gerade ziemlich deutlich. Die Bergläufe mit 700, 800 Höhenmetern, die langen Runden, der Rucksack, mit 7kg auf dem Rücken – ich merke, wie mein Körper stärker wird. Wie er sich anpasst. Wie er bereit ist für mehr.

Und trotzdem fühlt es sich nicht nach Druck an.

Eher nach Vorfreude.

Ich teste morgen auch etwas Neues für mich.

Ich habe meine eigenen Kohlenhydrat-Gels gemacht. In 10 Minuten waren sie fertig und kosten nur einen Bruchteil, als wenn ich sie kaufe. Mein Ziel ist weiterhin 75 - 90 g Kohlenhydrate in der Stunde zu mir zu nehmen.

Beim letzten 45k-Lauf hat das wunderbar geklappt und meine Erholung hat sich dadurch ebenso beschleunigt.

Zudem läuft mein Krafttraining weiter, hier zeige ich dir einen kleinen Einblick:

Ich bin gespannt, was morgen passiert.

Nicht nur körperlich, sondern auch im Kopf.

Denn genau da passiert gerade noch etwas anderes.

Etwas, das nicht so messbar ist wie Kilometer oder Höhenmeter.

Ich merke, dass ich mich gerade neu sortiere.

Nach 7 Monaten ohne feste Strukturen, ohne diesen klaren Rhythmus von früher, stehe ich an einem Punkt, an dem ich mich frage:

Wer will ich jetzt eigentlich sein?

Früher war vieles klar. Aufstehen, Mobility, Arbeit, klare Abläufe. Dinge, die funktioniert haben. Dinge, die mich getragen haben.

Und jetzt?

Jetzt ist da mehr Freiheit. Mehr Flexibilität. Mehr Leben.

Aber auch mehr Eigenverantwortung.

Ich merke, wie ich in Rhythmen falle, die sich nicht immer gut anfühlen. Wie mir diese bewussten Momente fehlen. Die Stille am Morgen. Das klare Reinspüren. Dieses „Ich entscheide, wer ich heute bin“.

Und gleichzeitig spüre ich, dass genau das gerade wichtig ist.

Mir ist es gerade auch wichtig, nicht meine alten Strukturen wieder aufzubauen, sondern neue zu erschaffen.

Flexibler. Echter. Passender zu dem Leben, das ich jetzt führe.

Mit Lio. Mit Kristina. Mit allem, was dazugehört.

Und vielleicht ist genau das die Herausforderung:

Nicht wieder in starre Routinen zurückzugehen,
sondern in einem freien System Dinge zu integrieren, die mir wirklich wichtig sind.

Nicht, weil sie im Kalender stehen.
Sondern weil ich sie lebe.

Ich taste mich da gerade ran.

Und allein, dass ich das hier schreibe, bringt schon wieder Klarheit rein.

Ein weiterer spannender Schritt für mich ist gerade die Arbeit mit Jonathan, der Healthhacker. Die Haarmineralanalyse hat mir nochmal eine komplett neue Perspektive gegeben.

Zu sehen, wie sehr Mineralstoffe unseren Körper beeinflussen – unsere Energie, unsere Regeneration, sogar unsere Emotionen – das hat mich ehrlich überrascht.

Laut Analyse laufe ich aktuell auf etwa 60 Prozent.

Wenn ich mir vorstelle, was passiert, wenn daraus 100 werden…

Dann fühlt sich das fast ein bisschen unreal an.

Und gleichzeitig unglaublich motivierend.

Nicht, weil ich „mehr leisten“ will.

Sondern weil ich spüren will, was wirklich möglich ist.

Für mich.

Für meinen Körper.

Für dieses Leben.

Und genau deshalb freue ich mich so sehr auf morgen.

Nicht, weil es hart wird.

Sondern weil ich weiß, dass es gut wird.

Weil ich draußen bin. In den Bergen. In dieser Kraft, die ich so liebe.

Weil ich mich spüre.

Und weil ich genau weiß, dass jeder Schritt mich nicht nur durch die Landschaft führt, sondern auch ein Stück näher zu mir selbst.

Ich halte dich auf dem Laufenden.

Bis zum nächsten Mal.

Kreiere ein geniales Leben.

Raphael

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