In 4 Wochen ist alles vorbei.
Dabei reflektiere ich gerade oft, was ich in den letzten 10 Monaten alles erlebt habe.
Mein erster Lauf über 30 Minuten, wovon ich 3 Tage Muskelkater hatte, bis hin zu meinen ersten Läufen über 30 oder 35 km in Portugal.
Wie oft ich meine Grenzen überwunden habe und länger gelaufen bin als zuvor.
Wie am Arsch ich war und wie sehr ich gelitten habe.
Und jetzt laufe ich 6-8 Stunden, bin müde und kaputt, doch selten zu 100 % am Ende.
Dass ich dieses Leben meinen Alltag nennen darf, ist noch immer das größte Geschenk, das wir uns jemals gemacht haben, nach Lio.
In Portugal sah unser Alltag entsprechend aus, hier siehst du, wie es für mich war:
Wir sind gerade von unserem Kurztrip aus Kroatien zurück.
Geplant waren eigentlich sechs Tage.
Am Ende wurden es fünf.
Durch verschiedene Umstände des Veranstalters wurde das Event verkürzt. Es war ein bisschen chaotisch, ein bisschen verrückt und gleichzeitig wunderschön. Wer die ganze Geschichte hören möchte, kann gerne im Podcast reinhören.
Das Schönste an der Reise hatte allerdings nichts mit dem Ort zu tun.
Wir haben gemeinsam mit Miri, Dominik und ihrer kleinen Tochter Marie gewohnt.
Lio und Marie haben vom ersten Moment an miteinander gespielt, als würden sie sich schon ewig kennen.
Und genau in solchen Momenten wird mir wieder bewusst, wonach wir eigentlich suchen.
Früher dachte ich, wir müssten den perfekten Ort finden.
Das schönste Land.
Das beste Klima.
Die ideale Umgebung.
Heute glaube ich etwas völlig anderes.
Es sind die Menschen.
Die Menschen, mit denen wir leben.
Mit denen wir lachen.
Mit denen unsere Kinder aufwachsen.
Miri und Dominik wandern Anfang nächsten Jahres ebenfalls aus und wir freuen uns jetzt schon darauf, gemeinsam Zeit zu verbringen, vielleicht zusammen zu reisen oder sogar irgendwann denselben Ort zum Leben zu finden.
Denn Orte verlieren ihren Wert, wenn die Menschen nicht passen.
Gleichzeitig waren auf dem Treffen viele weitere Familien, die ebenfalls auswandern möchten.
Dabei ist mir etwas aufgefallen.
Es macht einen enormen Unterschied, ob Kinder im klassischen System groß geworden sind oder außerhalb davon.
Wenn Kinder von klein auf frei aufwachsen, begegnen sie sich oft ganz anders.
Neugieriger.
Offener.
Ohne viele der Muster, die wir Erwachsenen irgendwann für normal halten.
Das zu beobachten war unglaublich spannend.
Auch mein Training läuft weiter genau nach Plan.
Die Hitze ist aktuell sogar ein Geschenk.
Sie zwingt mich, meine Ernährung und Versorgung immer weiter zu optimieren.
Während der langen Läufe nehme ich inzwischen zwischen 80 und 100 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde zu mir und ungefähr ein Gramm Salz.
Genau solche Details werden beim Swiss Alps 100 den Unterschied machen.
Kurz bevor wir nach Kroatien gefahren sind, hatte ich allerdings einen Lauf, der mich an etwas ganz anderes erinnert hat.
Ich wollte auf den Hornisgrinde laufen.
30 Kilometer.
Eigentlich keine außergewöhnliche Einheit.
Doch an diesem Tag fühlte sich jeder einzelne Schritt schwer an.
Ich schleppte meinen Körper den Berg hinauf.
Schon kleinste Anstiege ließen meinen Puls explodieren.
Die Beine brannten.
Nichts fühlte sich leicht an.
Oben angekommen, trank ich einen Liter Wasser.
Nicht aus einem besonderen Plan heraus.
Es fühlte sich einfach richtig an.
Danach lief ich weiter.
Erst passierte gar nichts. Über 5 km schleppte ich mich weiter. Musste zwischendurch sogar mal hinsitzen, weil die Luft so raus war.
Doch plötzlich…
war alles anders.
Mein Körper wurde wieder locker.
Die Beine waren wieder da.
Ich konnte die Anstiege kraftvoll hochgehen.
Die letzten sechs Kilometer machten plötzlich richtig Spaß.
Genau in dem Moment wurde mir etwas klar.
Wäre ich an dem Punkt umgedreht, an dem es sich schlecht angefühlt hat, hätte ich nie erlebt, was danach kam.
Und genau das nehme ich aus diesem Lauf mit.
Für den Swiss Alps 100.
Aber noch viel mehr für mein Leben.
Nur weil sich etwas gerade schwer anfühlt, bedeutet das nicht, dass es in einer Stunde noch genauso ist.
Oder morgen.
Oder nächste Woche.
Innerhalb weniger Stunden kann sich alles verändern.
Wenn wir allerdings schon heute entscheiden, dass morgen genauso schlecht wird wie heute, beginnen wir uns auch so zu verhalten.
Und genau dadurch erschaffen wir oft die Zukunft, vor der wir Angst haben.
Ich habe das in meinem eigenen Leben immer wieder erlebt.
In der Zeit, in der mein Business am schlechtesten lief, wurde gleichzeitig der Samen dafür gelegt, dass wir heute freier leben können als jemals zuvor.
In der Zeit meiner größten finanziellen Herausforderungen entstanden die Entscheidungen, die heute dafür sorgen, dass wir von passivem Einkommen leben können.
Damals konnte ich das nicht sehen.
Heute ergibt alles Sinn.
Vielleicht ist genau das Vertrauen.
Nicht daran zu glauben, dass immer alles leicht wird.
Sondern darauf zu vertrauen, dass selbst schwierige Phasen etwas in Bewegung setzen, das wir heute noch gar nicht erkennen können.
Vielleicht stehst du gerade genau an so einem Punkt.
Vielleicht fühlt sich gerade alles schwer an.
Dann erinnere dich daran:
Du kennst den nächsten Kilometer noch gar nicht.
Vielleicht wartet genau dort die Leichtigkeit, die du gerade vermisst.
Kreiere ein kraftvolles Leben.
Raphael
PS: Genau aus solchen Erfahrungen ist auch die Goldene Gans entstanden. Ein Weg für Menschen, die sich ein freieres und selbstbestimmteres Leben aufbauen möchten. Wenn du spürst, dass gerade ein neuer Samen für deine Zukunft gepflanzt werden darf, dann schau dir den nächsten Informations-Call gerne einmal an. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt.
