Es geht gerade Schlag auf Schlag.
Wir sind auf Zypern angekommen.
Und das Haus, in dem wir zuerst gelandet sind, war, sagen wir es mal so, richtig dreckig.
Im ersten Moment natürlich alles andere als geil.
Heute denke ich:
Was für ein Geschenk.
Denn genau das hat uns dazu gebracht, viel schneller nach anderen Möglichkeiten zu suchen.
Also haben wir Häuser angeschaut.
Bei einigen war eigentlich alles okay.
Schön.
Groß genug.
Pool.
Gute Lage.
Und trotzdem hatten wir beide dieses Gefühl:
Nee.
Passt nicht.
Dann sind wir zu diesem einen Haus gefahren.
Wir steigen aus dem Auto und irgendwie war es sofort anders.
Kein langes Überlegen.
Kein gegenseitiges Überzeugen.
Es war einfach dieses:
Ja.
Das ist es.
Und genau dieses Haus werden wir jetzt für ein Jahr mieten.

Gestern standen wir dort zwischen den ersten Möbeln, die wir am Wochenende davor bei IKEA gekauft hatten.
Wir haben den Pool eingeweiht.
Heute kam unsere Matratze.
Gegen Wochenende kommen Sofa und die letzten Sachen.
Und wenn alles klappt, ziehen wir spätestens Samstag ein.
Nach fast 3 Jahren Reisen werden wir jetzt also tatsächlich ein bisschen sesshaft.
Und verdammt, fühlt sich das gut an.
Die ganze Story zum Haus und anderer Punkte, die uns gerade beschäftigen kannst du in der neuen Podcast-Folge anhören:
Wir haben hier auch eine Familie kennengelernt, mit der es von Anfang an richtig gut funktioniert.
Wir haben einen richtig guten Draht miteinander und ich freue mich darauf zu sehen, was aus dieser beginnenden Freundschaft entsteht.
Und heute war ich Pizza holen.
Ich komme mit der Frau dort ins Gespräch und nach vielleicht einer Minute reden wir über Dinge, über die ich mit manchen Menschen in Deutschland erst spreche, wenn ich sie schon deutlich länger kenne.
Keine Ahnung, wie lange wir auf Zypern bleiben werden.
Aber zum ersten Mal seit einer Weile habe ich das Gefühl:
Hier könnten wir bleiben.
Nicht weil wir das alles monatelang perfekt geplant haben.
Sondern weil irgendwie eins zum anderen geführt hat.
Selbst dieses dreckige Haus am Anfang.
Vielleicht hätten wir ohne dieses Haus nicht so schnell gesucht.
Vielleicht hätten wir dieses neue Haus nicht gefunden.
Vielleicht wären dadurch andere Dinge nicht passiert.
Keine Ahnung.
Und genau das finde ich gerade so spannend.
Ich habe in den letzten Jahren immer mehr versucht, meinem Leben zu vertrauen.
Nicht im Sinne von:
Ich sitze auf der Couch und warte darauf, dass schon alles irgendwie gut wird.
Sondern:
Ich entscheide.
Ich gehe los.
Ich schaue, was passiert.
Und wenn etwas anders läuft als gedacht, versuche ich nicht sofort, es als Problem zu bewerten.
Vielleicht ist es genau das Gegenteil.
Die ganze Geschichte, wie wir hier gelandet sind und wie das mit dem Haus passiert ist, erzähle ich ausführlicher in der neuen Podcastfolge.
Und falls du ein bisschen Inspiration dafür suchst, wie du deinen Geburtstag vielleicht auch mal komplett anders feiern kannst:
Mein neues YouTube-Video ist online.
Ich habe lange davon geträumt, Menschen zu mir einzuladen und einfach ein ganzes Geburtstagswochenende zusammen zu verbringen.
Dieses Jahr konnte ich das in Österreich endlich machen.
Und es war absolut genial.
Jetzt sitze ich hier auf Zypern.
Kurz davor, mit meiner Familie in ein Haus einzuziehen, das sich gerade verdammt richtig anfühlt.
Mit neuen Menschen um uns herum.
Einem neuen Ort.
Und ohne zu wissen, was daraus in sechs oder zwölf Monaten wird.
Vielleicht muss ich das auch gar nicht wissen.
Vielleicht darf ich einfach herausfinden, was möglich ist.
Und genau diesen Gedanken möchte ich dir heute mitgeben:
Vertrau dem Leben ein bisschen mehr.
Und dann denk einmal über all die großen Dinge nach, die in deinem Leben passiert sind und die im Nachhinein eine richtig geile Veränderung gebracht haben.
Hast du die wirklich geplant?
Happy day,
Raphael

