In den letzten Monaten gab es drei Momente, die sich eingebrannt haben.
Sie haben mir gezeigt, was wirklich möglich ist.
Der Erste war mein Halbmarathon im Oktober.
Ich lief ihn nach 2 Monaten Vorbereitung unter zwei Stunden.
Plötzlich war da nicht nur eine Zeit auf der Uhr, sondern ein Gefühl:
„Okay… ich kann das.“
Mit guter Vorbereitung ist mehr möglich, als ich am Anfang gedacht hatte.
Vor allem durch Kontinuität, kann ich meinen Körper durch etwas führen, was vorher nur eine Idee war.
Und vielleicht kennst du genau diesen Moment aus deinem Leben –
wo aus „Ich würde gern“ ein leises „Ich kann wirklich“ wird.
Der zweite Moment war komplett anders.
In Portugal lief ich das erste Mal über 30 km. Ich hatte die Nacht davor sehr schlecht und wenig geschlafen, doch bin ich trotzdem losgelaufen.
Ich weiß noch, wie ich bei Kilometer 25 an unserer Wohnung vorbeikam.
Dieser kurze Gedanke: „Du könntest jetzt einfach aufhören.“
Und dann dieser andere Gedanke:
„Nein. Heute nicht. Ich mache jetzt die 30 voll!“
Doch die letzten 5 km haben sich gezogen wie die ersten 25.
Meine Beine haben sich nicht gut angefühlt.
Eher das krasse Gegenteil.
Hier kannst du dir den ganzen Lauf anschauen:
Und genau da ist etwas passiert, was ich vorher nicht kannte:
Ich habe gemerkt, dass „unangenehm“ nicht das Ende ist.
Dass mein Körper weiterlaufen kann, obwohl er sich gerade nicht gut anfühlt.
Dass ich, wenn ich meinen Rhythmus finde, meinen Fokus halte, einfach weiter laufen kann.
Nicht weil es leicht ist.
Sondern weil ich es entscheide.
Und vielleicht ist genau das einer der wichtigsten Punkte überhaupt:
Wie oft hörst du auf, nur weil es sich gerade nicht gut anfühlt?
Nicht, weil du wirklich nicht mehr kannst.
Sondern weil dein Kopf dir erzählt, dass das hier der Punkt ist, an dem es reicht.
Die Frage stelle ich mir gerade mehr als dir ;-)
Der dritte Moment war letzten Freitag.
Eigentlich ein entspannter Lauf.
Ich bin auf den zweiten von unseren drei Hausbergen.
26 km und 2089 hm.
Ich bin es langsam angegangen, weil ich von den letzten Tagen und Wochen die Beine ordentlich spürte.
Ganz oben, dann dieser Ausblick.

Auf dem Weg nach unten setzte ich mich nochmal hin und genoss einfach die Natur.
Dann schaute ich auf die Uhr und begann zu rechnen.
“900 hm runter und 200 noch hoch, das Ganze auf 11 km durch den Wald über Trails.”
Der Blick auf die Uhr verriet mir: “Wenn ich jetzt nicht Gas gebe, wird’s eng.”
Ich hatte 1,5 Stunden Zeit und rannte los.
Ich flog über den Trail bergab und es war das beste Gefühl.
Ich war voll im Moment. Den Fokus nur auf den Stellen, wo mein Fuß gleich landen wird. Der Wald flog an mir vorbei, die Zeit verging wie im Flug.
Zwei Mal wäre ich auch fast abgeflogen und mitten im Wald gelandet, doch mein Körper reagierte instinktiv und holte mich wieder auf die Bahn.
Kein Moment Angst oder Unsicherheit, weil ich wusste, was ich kann.
Die letzten 1,5 km führen dann über eine große Wiese und noch einen Berg hinauf.
Ich wusste ehrlich nicht, dass ich noch so viel Power hatte, doch ich rannte den Endspurt in einem schnellen Tempo.
Und ich war pünktlich zu Hause.
Was mich überrascht hat, war nicht, dass ich es geschafft habe.
Sondern wie.
Meine Beine waren nicht leer.
Die waren da. Wach. Kraftvoll.
Ich konnte Tempo machen, obwohl schon so viel in ihnen steckte.
Ich kam zu Hause an und dachte einfach nur:
„Krass… ich hätte noch weiterlaufen können.“
Und genau das hat etwas verändert.
Nicht nur für den nächsten Lauf.
Sondern für mein Gefühl von mir selbst.
Weil ich gemerkt habe:
Da ist noch mehr da, als ich denke.
Und vielleicht geht es dir gar nicht ums Laufen.
Vielleicht ist es dein Business.
Vielleicht deine Beziehung.
Vielleicht dein Alltag als Mama oder Papa.
Aber die Frage bleibt die gleiche:
Wo gehst du gerade vom Gas,
obwohl noch etwas in dir wäre?
Wo glaubst du, dass du am Limit bist,
obwohl du es noch gar nicht wirklich getestet hast?
Ich merke immer wieder, wie sehr sich diese Dinge übertragen.
Auf alles.
Auf die Art, wie ich arbeite.
Wie ich zuhöre.
Wie ich als Partner da bin.
Weil genau da sich am Ende alles entscheidet.
Nicht in den großen Momenten,
sondern in diesen kleinen inneren Entscheidungen:
Noch einen Schritt.
Noch einen klaren Gedanken.
Noch einmal präsent sein.
Und genau deshalb spreche ich mit Kristina auch im Podcast so viel über unsere Beziehung.
Weil ich für mich ganz klar sehe:
Wenn es zwischen Kristina und mir gut läuft,
dann trägt das alles andere.
Das ist DIE Basis für unsere Familie.
Dann bin ich nicht nur leistungsfähig,
sondern auch wirklich da.
Und vielleicht ist das die eigentliche Frage hinter all dem:
Nicht, wie weit du laufen kannst.
Sondern wie präsent du bist, während du läufst.
Im Sport.
Im Business.
Und vor allem zu Hause.
Dabei ist für mich ganz entscheidend:
Ich kann mir noch so viele Gedanken darüber machen, erst wenn ich es erfahren habe, kann ich wirklich etwas dazu sagen.
Bevor ich Papa war, hatte ich nur eine Idee davon.
Vor der Trainingshalle ebenso.
Darum habe ich mir die Runde ums Haus als Challenge gelegt.
Ich will erfahren, wie es sich anfühlt, und einen Vorgeschmack auf die Swiss Alps 100 erhalten.
Darum laufe ich in 8 Tagen meinen härtesten Lauf. 59 km und 4200 hm.
Im nächsten Newsletter nehme ich dich mit in meine Planung.
- was ich essen werde und wie viel
- wie ich das alles mitnehme oder organisiere
- wie ich meinen Fokus halte
- wie lange ich für jeden Abschnitt plane
und was noch so alles wichtig ist, um gesund und nicht mitten in der Nacht, zu Hause anzukommen.
Ich bin bereit an diesem Tag weit über das zu gehen, was ich als möglich erachte.
Alles in einem kontrollierten Umfeld, doch mit vollem Commitment.
Kreiere ein geniales Leben,
Raphael
PS:
Wenn du passive Einkommensquellen suchst, dann nimm dir am Mittwoch Zeit und höre dir das an.
Die Goldene Gans wird eine Schweizer Genossenschaft, welche genau das anbietet.
Mittwoch: 6.05. 20:30 Uhr
https://www.danielkrespach.ch/goldene-gans/info-call.html
PPS:
Einige dieser Systeme ermöglichen es mir, so zu leben, wie wir es tun.
Frei und Selbstbestimmt.
