Diese Woche habe ich mit der Miracle Academy angefangen.
Der Grund ist simpel:
Ich will verstehen, welche Loops und Glaubenssätze bei mir im Hintergrund laufen, vor allem die, die ich selbst noch nicht sehe.
Es ist ja nicht so, dass ich mich damit nicht beschäftige, doch ich habe gemerkt, dass es einen weiteren Schritt braucht.
Bevor ich dazu komme, muss ich aber kurz zum Regen zurück.
Wir waren in Paphos, Familientag, und haben in der German Bakery Brezeln gekauft. Als wir heimkamen, habe ich sie im Auto vergessen und es hat in Strömen geschüttet. Lio wollte seine Brezeln. Ich bin einfach losgerannt, klatschnass, ohne eine Sekunde zu überlegen.
Abends ist mir aufgefallen: Für mich selbst hätte ich gewartet. Einfach abgewartet, bis der Regen vorbei ist. Für Lio nicht eine Sekunde gezögert.
Das hat mich die ganze Woche beschäftigt. Kein schlechtes Gewissen, eher die Frage: Warum handle ich für andere sofort, für mich selbst aber nicht?
Dann kam Kristina dazu.
Mehrmals diese Woche hat sie mir gezeigt, wie ich mit Lio spreche, wenn ich getriggert bin. Der Ton wird schärfer, schneller, unachtsamer, als mir lieb ist. Und während ich noch im alten Muster hänge, sehe ich daneben, wie leicht es ihr fällt.
Sie entscheidet, reagiert, bleibt dabei ruhig. Kein Kampf, keine Anspannung.
Genau das ist der Stoff, mit dem ich in der Miracle Academy gerade arbeite.
Die Academy gibt mir die Struktur, um überhaupt hinzuschauen. Aber der eigentliche Stoff kommt nicht aus einem Kurs. Er kommt aus dem Regen, aus dem Ton, der zu scharf wird, aus dem Moment mit Lio, in dem ich merke:
Da war ich gerade nicht ich selbst.
Ich dachte lange, ich habe viel an mir gearbeitet in dem Bereich und brauche gar niemand mehr, der mir hilft.
Genau das ist der Fehler.
In diesem Bereich gibt es immer etwas zu tun. Es ist immer einfach, jemand an der Seite zu haben, der Struktur und Vorgehensweise vorgibt.
Raus aus den alten Mustern und rein in was Neues.
Nur damit kann auch wirklich Neues entstehen.
Ein Erfolg habe ich auch schon verspürt.
Ich habe die ersten Übungen durchgeführt und direkt danach eine tiefe innere Ruhe gespürt.
Das war wirklich schön und hat mich berührt.
Doch als diese Ruhe 2 Tage später noch da war, kam in mir das Gefühl hoch:
“Das kann doch gar nicht normal sein, dass es so ruhig ist. Gleich gibt es einen Knall oder ich habe etwas vergessen!”
So ist mein System darauf konditioniert, weiterzumachen, den nächsten Schritt zu vollziehen und immer wieder an die Umsetzung zu denken.
Dabei geht es nicht um das Tun, sondern um das Sein.
Was so philosophisch klingt, ist doch die Wahrheit, oder?
Was bringt uns all das Tun, wenn wir dabei nicht präsent sind, nicht glücklich oder erfüllt sind?
Das wurde mir im letzten Jahr sehr klar.
Ich arbeite also weiter dran, im Sein anzukommen und dabei das zu tun, was mich erfüllt.
Darum auch ein Danke an dich.
Immer wieder erhalte ich Rückmeldungen zu meinem Newsletter und es ist mir eine Freude, dass du ihn liest, und ich hoffe, dass du davon etwas inspiriert wirst.
Raphael