Verbindung ist kein KPI? Willkommen im Familien-Exit.
Aug 09, 2025
„Ich habe meinen Mann und mein Kind verlassen.“
Ich saß da und war für einen Moment sprachlos, das passiert mir nicht oft.
Eine Teilnehmerin erzählte mir, wie sie – im vollen Vertrauen auf ihren damaligen Coach – eine Entscheidung traf, die ihr Leben veränderte:
„Ich glaubte, dass es richtig ist. Ich sollte meine Business-Ziele verfolgen. Also bin ich gegangen.“
10 Tage später kam sie zurück.
Zerbrochen, verwirrt, voller Schmerz.
Gleichzeitig mit einer Wahrheit, die kraftvoller war als jeder Plan:
Zu ihrem Traum gehörte auch ihre Familie. Nur hatte sie das vergessen. Weil niemand sie daran erinnert hatte.
Harte Ziele. Harte Opfer.
Viele setzen sich smarte Ziele. Groß, glänzend und glasklar.
Doch was bringt dir ein KPI, wenn dein Kind dich abends fragt:
„Papa, warum bist du nicht da, wenn ich schlafen gehe?“
Was bringt dir der große Exit, wenn deine Beziehung daran zerbricht?
Bisher habe ich noch niemand gehört, der seine Vision so formuliert:
„Ich will ein erfolgreiches Business, geschieden sein und meine Kinder jedes zweite Wochenende sehen.“
Kennst du so jemand?
Doch genau so leben viele.
Sie überprüfen nie, was ihr Erfolg kosten darf.
Darum frage ich mich bei jedem neuen Businessschritt:
- Welchen Einfluss hat das auf mein Familienleben?
- Welche finanziellen, emotionalen oder zeitliche Herausforderungen und Schwierigkeiten im können auftreten, die sich auf meine Familie auswirken können?
- Wie wird sich die zusätzliche Anspannung auf die Zeit mit meinem Kind auswirken?
- Was, wenn es schiefgeht? Verändert es unseren Lebensstil?
- Bin ich bereit, diese Konsequenzen zu tragen?
- Ist meine Familie bereit, diese Konsequenzen zu tragen?
Gerade die letzte Frage stellt sich kaum jemand.
Deshalb wundern sie sich, wenn der Partner nicht mehr so unterstützend ist, oder die Harmonie Zuhause ins Schwanken gerät.
Für einen selbst ist alles klar und doch die Familie wurde nicht mit einbezogen und abgeholt.
Businessplanung ohne Lebensplanung ist gefährlich
Viele führen ihr Unternehmen mit KPIs – aber ihre Familie wie ein Hobbyprojekt.
Sie tracken Leads, aber nicht Lächeln.
Sie feiern Quartalszahlen, aber vergessen, wer ihre Kinder morgen sein werden.
Wenn du KPIs für dein Unternehmen hast, hast du auch welche für deine Familie?
Ich meine das ernst.
Dein Nervensystem unterscheidet nicht zwischen einem stressigen Investor-Call, der Anspannung, wenn dein Kind weint und du gedanklich noch in der letzten Telko hängst.
Ich weiß, was jetzt kommt: “Raphael, das klingt ja nett. Aber wie soll ich das konkret umsetzen?”
Genau deshalb tracke ich nicht nur Leads – sondern Nähe.
Was können denn sinnvolle KPIs für die Familie sein?
Oder nennen wir es für die Familie KHI - Key Harmony Indicator.
Was zeigt dir, wie es um deine Harmonie Zuhause steht?
- Ist es wie brav die Kinder am Esstisch sind oder wie sehr sie ihre Gefühle zeigen können und du trotzdem ruhig bleibst?
- Wie die Kinder dich in Ruhe lassen nach einem anstrengenden Tag oder wie sie dir alles erzählen wollen und du es annehmen kannst.
- Wie du mit deinem Partner TV schaust oder ihr wichtige Gespräche führt, die Offenheit, Verletzlichkeit und Bereitschaft zur Veränderung brauchen.
Das eine mag sich harmonisch anfühlen, doch beginnt unter der Oberfläche etwas zu brodeln, was irgendwann rauskommt.
Es braucht Energie und Präsenz, sich täglich erneut auf alles einzulassen und konsequent daran zu arbeiten.
Das fällt auch mir nicht leicht. Doch mein Commitment zu einem grandiosen Leben, in welchem ich frei und selbstbestimmt lebe, unterstützt mich dabei.
Darum plane ich mit meiner Frau
- unser Beziehungs-Meeting
- Paarzeit
- Zeit für jeden alleine
- Zeit für jeden mit Lio
- Zeit als Familie
- Zeit ohne Agenda
Was du nicht bewusst planst, fällt hinten runter.
Hinten runterfällt oft das, was dich am meisten nährt.
- Schlaf
- Sport
- Me-Time
- Präsenz mit den Kindern
- Paarzeit
Was ich heute messe – und du vielleicht auch bald
Jeden Abend frage ich mich:
- Wie präsent war ich heute auf einer Skala von 1–10? (die 7 lasse ich immer weg. Sie sagt nichts aus, außer, dass du dich nicht entscheiden willst, wo du stehst.)
- Wie viel Energie hatte ich für meine Familie?
- Welche Projekte verfolgen wir gerade gemeinsam, im Garten, im Herzen, in der Seele?
Ich tracke nicht nur Leads, Conversions und To-dos.
Ich tracke Verbindung, Nähe und Lachen. Das zeigt mir ein wahres Bild von meinem Leben.
Früher war ich oft gut gelaunt und zufrieden, wenn ich neue Kunden gewann, meine Post durch die Decke gingen oder neue Systeme griffen.
Doch meine Familie beeinflusste das nicht.
Ich war gut gelaunt, doch meine Frau noch immer unzufrieden, weil ich die letzten 2 Wochen jeden Abend noch am Laptop saß, statt bei ihr.
Obwohl, sie mir es nach der ersten Woche gesagt hatte.
Ich nahm das Business zu wichtig.
Doch mein Wunschlebensstil ist kein KPI.
Er ist ein Zustand.
Er ist in Verbundenheit mit meiner Familie.
Die Businessentscheidung, die alles veränderte
Im April, zu meinem 40sten Geburtstag, beschlossen ich:
“Ich arbeite nur noch 3,5 Tage pro Woche.”
Nicht irgendwann.
Nicht „wenn das Projekt vorbei ist“.
Nicht „nächstes Quartal“.
Sondern jetzt.
Ich stellte meinen Kalender um, fand mich inmitten von Legos wieder, verbrachte Nachmittage aufm Spielplatz oder beim Picknick im Wald.
Das ist für mich mehr Wert als jede Businessauszeichnung.
Spannend war, dass es die ersten 4 Wochen ganz komisch war, am Mittwoch gar nicht zu arbeiten und den ganzen Tag mit meiner Familie zu verbringen.
Dabei halfen mir die Antworten auf Fragen, um mich immer wieder auszurichten.
Denn oftmals treffe ich Entscheidungen, diesen jedoch treu zu bleiben bedarf innerer Arbeit.
Hast du noch nie Sport gemacht, dann macht es erstmal keinen Spaß. Es ist Arbeit und Überwindung, es regelmäßig zu machen.
Denkst du jeden Tag an dein Business und steckst voller Ideen und Motivation dafür, dann ist es anstrengend davon loszulassen und weniger zu tun.
Jede Veränderung kostet Energie, bis es ganz natürlich ist.
Inzwischen kann ich es mir fast nicht mehr vorstellen, 5 Tage zu arbeiten. Damit will ich nicht angeben, sondern dir zeigen, wie schnell wir uns an neue Zustände gewöhnen.
Was mich dabei ständig unterstützt, ist der Fokus auf meine neue Ausrichtung.
Weil ich mir diese Fragen regelmäßig stelle, bleibe ich in der Spur.
- Was will ich wirklich – im Business und im Leben?
- Warum will ich das – wirklich?
- Wer bin ich, wenn ich all das schon lebe?
Wenn du diese drei Fragen beantwortest, wirst du nicht nur klarer, du wirst mächtiger.
Klarheit schafft Power.
Power schafft Momentum.
Momentum schafft Zufriedenheit.
Bin ich aktuell wirklich zufrieden?
Ja. Doch das erfordert ständige Reflexion.
Will ich trotzdem mehr?
Absolut.
Bist du wie ich, dann willst du immer mehr.
Daran ist auch nichts falsch.
Ich glaube, dass dies kein Widerspruch ist, sondern sich gegenseitig auf gesunde Weise bedingt.
Absolut zufrieden und vollkommen committet zu mehr.
Suchst du Zufriedenheit? Starte mit Klarheit.
Nicht irgendwann, sondern jetzt.
Hier findest du über 40 Ideen, die du als KHI (Key Harmony Indicators) nutzen kannst. Gönn dir das PDF.
KLICKE und erleben, wie Business, Familie und Freiheit zusammengehen.
Kreiere einen kraftvollen Tag,
Raphael